Über Newskritik

Wir konsumieren täglich Medien in Form von Zeitungen, TV- + Radio-Sendungen und informieren uns auf Webportalen der Massenmedien.

Mal empfinden wir diese Berichte als nützlich und aufklärend; mal als verwirrend oder sogar als völlig falsch.

Aber ganz egal wo und was wir lesen; es ist stets die Berichterstattung eines Berichterfassers aus seiner persönlichen und politischen Sicht. Die Berichterfasser handelt immer im Auftrag einer Redaktion.

Um die Auflage zu steigern, wird das berichtet, was sich am Besten verkaufen lässt. Dabei kaufen die Redaktionen fixfertige Neuigkeiten und Themen von findigen Newsagenturen aus aller Welt und modifizieren sie Meldungen ein wenig - und schon hat man das veröffentlicht, was andere in anderen Ländern und Kontinenten geschrieben haben. Und uns bieten dann die hiesigen Massenmedien die kopierten Meldungen als neutrale, europäische Nachrichten an.

Es ist daher kaum verwunderlich, wenn weltweit zeitgleich die gleichen News für Schlagzeilen sorgen.

Diese Konstruktion wird seit Jahrzehnten erfolgreich angewendet. Deswegen liegt der Verdacht nahe, dass unsere Massenmedien Sprachrohre der grössten Presse-Agenturen geworden sind, die wiederum einigen wenigen Privatleuten gehören.

So bestimmen andere, was bei uns zu "News" wird.

Kritische Leser stören sich genau deswegen daran, dass die Massenmedien so auf diesem Weg aktiv politische Meinungsmache betreiben können. Alle berichten gleichzeitig von dem, was der "Erfinder der Nachricht" geschildert hat.

Aus staatlicher Sicht gibt es ohnehin keine Kontrollen; die Medienmacher dürfen machen, was sie wollen. Es gibt auch sonst keine Mechanismen, welche die Qualität der Medienberichte überprüfen.

Für den Staat sind Massenmedien ganz normale Firmen ohne "offiziellen" Staatsauftrag. Sie arbeiten trotzdem mit ihnen zusammen. Der Staat garantiert die Pressefreiheit. Im Gegenzug verbreiten die Medien gerne den Willen des Staates.

Somit haben die Medien die Macht, die Massen mit ihren Berichten zu beeinflussen. Missbraucht man die Pressefreiheit, so werden willkürlich Unwahrheiten und Hetze verbreitet und zwar ohne, dass die Medien je dafür Konsequenzen tragen müssen.

Newskritik gibt es, weil weder der Staat noch eine andere Institution die Medien und deren Berichte auf Qualität und Wahrheitsgrad prüft und man als Newsleser kaum zu guten, kritischen Nachrichten herankommt.

Mit Newskritik möchten wir das Problem angehen. Es braucht manchmal gar nicht viel. Wir können uns gegen die manipulativen Medienberichte wehren.

Deshalb gibt es Newskritik - macht mit und werdet Teil von etwas Grossem.