Wirtschaftsnews

Geht dem deutschen Mittelstand die Luft aus?

Handarbeit: Der deutsche Mittelstand ist ein Erfolgsmodell – aber die Innovationskraft ist in Gefahr.

In Deutschland gibt es viele Weltmarktführer aus der Provinz. Eine Studie zeigt, warum dieses Standbein der Wirtschaft bedroht ist.

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Einigung nach Holocaustvergleich: VW entgeht dem Affen-Prozess

Streng genommen geht es in dem Prozess nur um einen einzigen manipulierten VW-Jetta. Doch der Klägeranwalt deckte Abgastests an Affen auf und bringt die Nazis ins Spiel. In letzter Minute kann VW jedoch eine öffentliche Verhandlung verhindern.
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n24

Konjunktur: Saudi-Arabien will Öl-Förderbremse lockern

Saudi-Arabien geht nach Worten von Ölminister Chalid al-Falih davon aus, dass dieb Förderbremse der Opec und anderer Staaten im kommenden Jahr abgemildert wird.
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n24

Siegeszug dank gutem Image: Das Geschäft mit Eigenmarken brummt

Mit ihren Eigenmarken sichern sich nicht mehr nur Discounter einen immer größeren Marktanteil. Gerade auch große Supermarktketten wie Edeka und Rewe bauen ihr Angebot aus. Bei zwei ehemaligen Marktführern hingegen nimmt die Bedeutung ab.
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n24

Krankenkasse jetzt wechseln und sparen

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Ruin nach Geldwäschevorwürfen: Skandalbank bricht zusammen

Auch Hilfen von Hunderten Millionen Euro können eine der größten Banken im Baltikum nicht vor dem Untergang bewahren. Vorwürfe, die ABLV habe verbotene Nordkorea-Geschäfte ermöglicht, setzen eine Kettenreaktion in Gang, die zum Zusammenbruch führt.
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n24

Bankrun nach Geldwäschevorwürfen: Skandalbank bricht zusammen

Auch Hilfen von Hunderten Millionen Euro können eine der größten Banken im Baltikum nicht vor dem Untergang bewahren. Vorwürfe, die ABLV habe verbotene Nordkorea-Geschäfte ermöglicht, setzen eine Kettenreaktion in Gang, die zum Zusammenbruch führt.
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n24

Firmen beenden Zusammenarbeit mit Waffenlobby NRA

Jugend ballert: Die NRA versucht auf ihren Kongressen, die Amerikaner so früh wie möglich an Waffen zu gewöhnen (Archivfoto).

Nach dem Schulmassaker von Parkland scheint sich der Wind tatsächlich gedreht zu haben: Nun ziehen einige Unternehmen Konsequenzen aus der Debatte um strengere Waffengesetze.

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"The Reed" in Berlin: Zu Besuch im neuen Musikclub von McFit

Schweiß und Steaks: McFit-Chef Rainer Schaller hat in Berlin einen Laden eröffnet, der sowohl Restaurant als auch Musik- und Fitnessclub ist. Wir haben ihn im "The Reed" getroffen.
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stern

Alle wichtigen Nachrichten im Überblick

Alle wichtigen Nachrichten im Überblick
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Konjunktur: Fitch stuft Brasilien herab

Fitch hat das Rating Brasiliens um eine weitere Stufe gesenkt.
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n24

Das reiche Deutschland gibt es nur im Koalitionsvertrag

Anders als es die Versprechungen der GroKo suggerieren, ist Deutschland beim finanziellen Wohlstand in Europa gerade einmal Mittelmaß. Die Gründe dafür sind hausgemacht. Andere Nationen sind wesentlich cleverer.
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n24

310.000 Fälle: Hartz-IV-Sanktionen treffen oft Kinder

Die Bundesagentur für Arbeit hat in einem Jahr fast eine Million Strafmaßnahmen gegen Hartz-IV-Empfänger verhängt. Nach SPIEGEL-Informationen sind fast in einem Drittel der Fälle Haushalte mit Kindern betroffen.
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spiegel

Altersvorsorge: Was Sie bei Ihrer Lebensversicherung beachten sollten

Die Zinsen sind mickrig und viele Kunden verunsichert: Lohnt sich eine Lebensversicherung überhaupt noch? Und sollte man alte Verträge kündigen? Die Antworten sind ziemlich eindeutig.
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spiegel

Arbeitsstellen in der Schweizer Autobranche

Arbeitsstellen in der Schweizer Autobranche
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2017 mit Umsatzverlust: SBB Cargo will Hunderte Stellen streichen

Der Verwaltungsapparat sei zu gross und die Effizienz zu gering, sagt der Chef von SBB Cargo. Über 700 Stellen werden darum wegfallen.
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20min

Gütertransport: SBB Cargo reduziert Belegschaft massiv

Der Chef von SBB Cargo Nicolas Perrin hat einen weiteren Stellenabbau bei seiner Firma angekündigt. In einem Interview mit der Zeitung «Schweiz am Wochenende» vom Samstag sagte er, dass in den kommenden Jahren rund 760 Stellen entfallen.
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blick

Bitcoins: Wenn Freunde und Bekannte die Abzocker sind

Bitclub Network, OneCoin, Cryp Trade Capital (CTC), Lions Trade Capital (LTC) oder Optioment - auch ein Steuerberater ging in die Falle.

Bitclub Network, OneCoin, Cryp Trade Capital (CTC), Lions Trade Capital (LTC) oder Optioment – auf der Suche nach alternativen Veranlagungsmöglichkeiten sind viele Österreicher gewieften Geschäftemachern auf den Leim gegangen, die mit hypermodernen Investments in Bitcoins und anderen "Kryptowährungen" das Blaue vom Himmel und Gewinne ohne Ende versprachen. So erging es einem Steuerberater, der im April 2017 von einem Freund, der eine Kfz-Werkstätte betreibt, auf Cryp Trade Capital und Optioment aufmerksam gemacht wurde.

Zwei Prozent Zinsen pro Woche klangen mehr als verlockend. "Er sagte, ich soll mitmachen. Ich probierte es aus und sah, dass man damit Geld machen kann", sagt der Steuerberater zum KURIER. "Das habe ich dann auch in einer Information meinen Klienten mitgeteilt." 25.000 Euro butterte er in die scheinbar erfolgversprechende Bitcoin-Systeme Cryp Trade Capital und Optioment. "Die ganze Wirtschaft basiert auf Vertrauen und ich habe einem Freund, den ich mehr als 20 Jahre kenne, vertraut", sagt der Steuerexperte. "Er hat mir das System plausibel erklären können." Ein teurer Irrtum.

Schwerer Fehler

Im vergangenen Oktober hat die Finanzmarktaufsicht (FMA) nicht nur Lions Trade Capital, sondern auch Cryp Trade Capital die weitere Tätigkeit untersagt, weil sie unerlaubt Einlagengeschäfte betrieben. Es fehlte die Bankkonzession. Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hat die Rückabwicklung der Geschäfte angeordnet. "Eine Rückzahlung hat nicht stattgefunden", sagt der Steuerberater. Und Optioment hat sich als mutmaßliches Betrugskonstrukt entpuppt. Das Geld des Steuerberaters ist futsch, genauso wie das vieler anderer Betroffener. Die tollen Zinsgewinne gab nämlich nur auf dem Papier.

Sammelklage-Aktion

Er hat nun seinen Wiener Anwalt Wolfgang Haslinger von der Kanzlei Neumayer Walter & Haslinger beauftragt, Strafanzeige zu erstatten. Haslinger vertritt mehrere geschädigte "Anleger" und plant eine Sammelklage-Aktion. Er will prüfen, ob ein Behördenversagen vorliegt. "Es stellt sich dabei die Frage, ob nicht ein konzessionspflichtiges Wertpapiergeschäft vorliegt", sagt Haslinger. "Wenn es eine Wertpapier-Dienstleistung ist, ist die FMA zuständig." Diese hat vor den genannten Bitcoin-Abzockern nicht nur gewarnt, sondern zum Teil auch Anzeigen erstattet.

Aktuelle Überprüfung

Indessen prüft die FMA derzeit, ob die Wiener Firma xtbrocket.com, die Bitcoin-Mining-Pakete verkauft, ein ‘unerlaubtes Geschäft’ betreibt. Aber das ist eine andere Geschichte.

 

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Tickets für die WIM zu gewinnen

Preise, Projekte und Events: News aus der Immobilienbranche.

Am 17. und 18. März findet, parallel zum zweiten Wochenende der Wohnen & Interieur, die Wiener Immobilienmesse (kurz: WIM) in der Messe Wien im zweiten Bezirk statt. 100 Aussteller, darunter die BUWOG,  EHL, Mischek, Örag, OTTO Immobilien, ÖVI und Glorit, geben an zwei Tagen einen Überblick über aktuelle Privatimmobilienangebote und präsentieren Objekte sowie in Planung befindliche Bauprojekte. Das Angebot ist  auf die Regionen Wien, Niederösterreich und  das Burgenland ausgerichtet. Fündig wird aber nicht nur wer Eigentum sucht, sondern auch jene, die eine Immobilie verkaufen möchten. Ein Bereich der WIM widmet sich ausschließlich Maklern und ihren Angeboten für Privatkunden, wo Beratung  in Sachen  Vertragserstellung, Erben und Weitergabe von Immobilien geboten wird.

Verlosung:  IMMO verlost 50 Eintrittskarten für je zwei bis vier Personen. Schicken Sie uns bis 9. März eine eMail mit dem Betreff „Gewinnspiel WIM“ an immo@kurier.at und geben Sie uns die gewünschte Anzahl an Tickets bekannt. Die Gewinner werden schriftlich verständigt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen, eine Barablöse ist nicht möglich. Gilt nur für Verbraucher im Sinne des KSchG.
www.immobilien-messe.at

Fünfte „com:bau“ in Dornbirn 

Die größte Baumesse im Vier-Länder-Eck wird von 9. bis 11. März zum fünften Mal im Messequartier  Dornbirn stattfinden. Mit rund 250 teilnehmenden Unternehmen in acht Themenbereichen bietet die com:bau umfassende Beratung für alle Häuslbauer. Im Raiffeisen bau:forum liefern zahlreiche  Expertenvorträge Wissenswertes  zum Thema Finanzierung, Bauen und Wohnen. Zudem wird es Ausstellungen zum Thema Holz und Lehm geben.
www.combau.messedornbirn.at

ImmoDienstag: Diskussion über Holzbau

Warum ist der Holzbau für Investoren und Bauträger nicht interessant?  Das diskutierten 100 Experten beim jüngsten ImmoDienstag im Looshaus. Richard Woschitz (Woschitz Group), Alexander Gluttig (EBG) und Alan Hofmann (Woodplan) hielten Fachvorträge, um aufzuzeigen, dass der  moderne Holzbau auch für großvolumige Bauprojekte hervorragend geeignet ist.
www.immodienstag.at

724 neue Parkplätze in Döbling

Pendler dürfen aufatmen: Mit einer direkten Zufahrt aus Klosterneuburg über die Klosterneuburger Brücke schafft M Parking ein optimales Angebot zur Entlastung des Individualverkehrs. Auf der Heiligenstädter Lände 13 im 19. Wiener Gemeindebezirk werden 724 neue Stellplätze zu einem Tageshöchstsatz von 7,50 Euro angeboten. Direkt neben dem Fitnessstudio Manhattan gelegen ist das Parkhaus auch gut an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden: Das neue M Parking ist in Gehdistanz von der U-Bahn- und S-Bahn-Station Spittelau entfernt.
www.m-parking.wien

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Autoankauf Schweiz Online

Auto Ankauf Schweiz Online
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Bitcoin-Aufsicht: Der Gold-Vergleich hinkt

Finanzminister Löger will Ausweispflicht und FMA-Kontrollen. Die Reaktionen aus der seriösen Bitcoin-Szene sind positiv.

"Wie im Wilden Westen", hatte Klaus Kumpfmüller, Vorstand der Finanzmarktaufsicht, im November über Kryptowährungen geurteilt. Jetzt darf er sie zum Duell rufen: Bitcoin und Co. sollen beaufsichtigt und strenger reguliert werden. Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) will sie "ähnlich wie den Handel mit Gold und Derivaten" bewerten. Das sorgt in der seriösen Bitcoin-Szene für Beifall. Und für Erstaunen.

"Positiv ist, dass damit Klarheit und Rechtssicherheit geschaffen werden", sagt Johannes Grill vom Lobby-Verein Bitcoin Austria. Und, was die Branche freut: "Für den Goldhandel braucht es keine Banklizenz. Damit werden die Innovationsmöglichkeiten nicht beschnitten." Pioniere wie die Handelsplattform BitPanda, die mit der Post kooperiert, oder der Grazer Dienstleister Coinfinity, der Automaten betreibt, könnten aktiv bleiben.

Digitaler Prospekt

Aus Sicht der Aufseher könnte Lögers Vergleich mit Gold freilich zum Eigentor werden. Denn für den Handel mit dem Edelmetall ist die Finanzmarktaufsicht (FMA) gerade nicht zuständig. Ob das wirklich so geplant war?

Offenbar nicht. Denn an anderer Stelle heißt es, die FMA möge Handelsplattformen beaufsichtigen und Vertriebsmodelle überwachen. Für Gold gelten aber nur Anti-Geldwäscheregeln. Künftig sollen sich Bitcoin-Kunden ausweisen, wenn sie Beträge über 10.000 Euro handeln. Seit dem Vorjahr ist die Ausgabe von eigenen Coins und Tokens (digitalen Gutscheinen) eine beliebte Methode zur Unternehmensfinanzierung geworden. Bei dieser Geldbeschaffung – "Initial Coin Offering" (ICO) – soll künftig ein digitaler Prospekt über die Geschäftspläne und Risiken aufklären. Diesen müsste ebenfalls die FMA abnicken. Ab März soll obendrein ein mit Experten besetzter "Fintech-Regulierungsrat" über neue Regulierungsansätze nachdenken.

Kryptos kennen keine Grenze

Die Aufsichtsbehörde FMA, die bisher für Kryptowährungen laut Gesetz nicht zuständig war, begrüßt einen strengeren Kurs, weist aber hin, dass ohne grenzüberschreitende Kooperation die Anbieter einfach in Staaten mit schwächerer Regulierung ausweichen würden.

Der auf Kryptowährungen spezialisierte Anlageberater Ernst Tertilt (Crypto Management GmbH) kann den Ideen ebenfalls einiges abgewinnen. Sie seien überfällig: Bisher hätten widersprüchliche Aussagen "Unsicherheit unter den Anlegern und die Abwanderung von Innovationen ins Ausland" bewirkt. Dass der Finanzminister Insiderhandel und Marktmanipulation im Kryptobereich bestrafen will, sei ein wünschenswerter Ansatz, so Tertilt. Die FMA und Nationalbank hätten aber "nur begrenztes Know-how über die Funktionsweise der Blockchain-Technologie".Am Freitag waren Kryptos auch ein Thema bei Eurogruppen-Chef Mario Centeno. Anfang März soll ein Aktionsplan aus Brüssel folgen.

"Übliche Verdächtige"

Bisher wurde das Bitcoin-Business sehr unterschiedlich gehandhabt. Die deutsche Aufsicht Bafin war besonders streng: "Es gibt keinen einzigen ICO, der in Deutschland genehmigt wurde", sagt Steffen Hartmann von der Kanzlei CLLB in Berlin: "Offiziell ist der deutsche Markt eigentlich tot."

Die deutsche Aufsicht haue "seit Wochen mit der großen Keule zu, sobald sie jemanden findet". Auch seriöse Firmen mussten ausweichen. Erste Wahl war früher die Schweiz, die ICO allerdings gestoppt hat. Danach zählten "Estland, Liechtenstein, teilweise Österreich zu den ’üblichen Verdächtigen’".

 

Seriöse Anbieter sind für klare Regeln

Der Betrugsverdacht bei Optioment ist nur die Spitze eines großen Eisbergs. Man muss kein allzu großer Prophet sein: Es werden noch größere "Anlagemodelle" (in Wahrheit mehr oder minder gut getarnte Schneeballsysteme) kollabieren. Davon tummeln sich Dutzende, wenn nicht Hunderte im Internet.

Dabei muss man freilich trennen: Bitcoin mag hochspekulativ und für die meisten Anleger nicht zu empfehlen sein – deshalb berichtet der KURIER immer eher distanziert. Und Bitcoin mag auch wegen des hohen Strombedarfs ökologisch fragwürdig und ineffizient sein. Ein Betrugssystem ist es allerdings nicht.

Das Problem ist allerdings, dass derzeit Gauner massenhaft auf den Zug aufspringen. Sie machen erst windige Zusagen, dann schnelle Kasse und verstecken die Zahlungsströme hinter der Krypto-Anonymität. Bitcoin & Co. sind für diese Windbeutel ein Mittel zum betrügerischen Zweck. Möglich ist das, weil der Hype und tolle Kursgewinne viele Anleger verführbar gemacht haben.

Höchste Zeit, dass die Aufsichtsbehörden darauf reagieren. Seriösen Anbietern ist das nur recht: Damit das Kryptogeschäft eine Zukunft hat, muss sich die Spreu vom Weizen trennen. Auch wenn nie allen Betrügern das Handwerk gelegt werden kann.

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Von PS, E-Bikes und Steuerakten

Der Industrielle baut seine Palette aus und hat rechtliche Schritte gegen die SPÖ eingeleitet.

KURIER: Viele kennen die Rennerfolge von KTM, aber wenige wissen, dass KTM der größte europäische Motorradhersteller ist. Warum?

Stefan Pierer: Das ist typisch österreichisch. Man sieht Dinge wie die Olympischen Spiele oder die Metoo-Bewegung, aber die Unternehmen sieht man nicht.

Wie weit wäre KTM ohne sportliche Erfolge gekommen?

Es gibt drei Elemente, die für die Marken KTM und Husqvarna lebensnotwendig sind. Das ist eine scharfe Positionierung, Innovationen und Globalisierung. Wir verkaufen mehr als 50 Prozent außerhalb Europas und haben eine Exportquote von 97 Prozent. Die zwei Marken sind zu 90 Prozent über den Rennsport aufgeladen.

Welche Themen werden in Zukunft für Schub sorgen?

Das Wachstum kommt von den Emerging Markets durch die Zusammenarbeit mit (dem indischen Motorradhersteller, Anm.) Bajaj. Wir reüssieren gegenüber den Japanern mit Einstiegsmotorrädern zu günstigen Preisen. E-Mobility und urbane Mobilität wird bei Zweirädern eine wichtige Rolle spielen.

Viele zweifeln, dass Elektroautos eine Zukunft haben. Ist das bei Motorrädern anders?

Bei den Autos ist das Thema E-Mobilität noch nicht durch, beim Fahrrad aber schon. 2017 wurden in der DACH-Region eine Million E-Bikes verkauft. Die Preise liegen im Durchschnitt bei den Einstiegspreisen von Motorrädern, das ist margenmäßig interessant. Daher sind wir vergangenes Jahr eine Partnerschaft mit einem E-Fahrradhersteller in Deutschland, der Firma Pexco, eingegangen. Pexco baut und vertreibt unter der Marke Husqvarna, die Produkteinführung wird zu Ostern sein. Wir rechnen, dass wir heuer 40.000 Stück verkaufen werden. Die E-Motoren gewinnen an Leistung, ich glaube, dass sie die Mofas und Mopeds ersetzen werden. Auch andere große Player steigen in diesen Bereich ein.

Wo liegt ihr Umsatzziel für 2018?

Die Guidance liegt bei plus zehn bis zwölf Prozent, Treiber sind Lateinamerika und Asien. Nordamerika ist der wichtigste Einzelmarkt.

Leiden Sie unter der America-first-Politik von US-Präsident Donald Trump?

Nein, es gibt noch keine Importzölle. Aber die Volatilität auf politischer Seite hat zugenommen.

Dem US-Motorradhersteller Harley-Davidson geht es sehr schlecht, manche zweifeln sogar, dass jemals wieder bergauf geht. Was macht er falsch?

Harley-Davidson hat es verabsäumt, junge Kunden aufzubauen. Das ist eine unserer Stärken, wir holen unsere Jungfahrer mit fünf bis sechs Jahren ab. Die Sportlerkarriere dauert bis 30, dann kommen die Kinder und die Karriere, viele kommen dann später wieder auf eine KTM zurück.

Stefan Pierer wird also nicht Harley-Davidson übernehmen?

Nein, wir sind eine europäische Company und wollen das auch bleiben. Harley-Davidson hatte die vergangenen 20 Jahre eine Erfolgsgeschichte mit ihren Cruisern, aber der Markt hat sich gedreht. Die Baby-Boomer gehen in Pension und Harley-Davidson hat kein Produkt für Junge. So, wie ich die Lage in der Branche derzeit sehe, weiß ich nicht, wie sie ein Revival haben können.

Sie nehmen den Rennsport-Zulieferer Pankl Racing von der Börse, warum?

Es sind nur mehr zwei Prozent im Streubesitz, das ist den ganzen Zinnober wie Compliance, Fixkosten und so weiter, nicht mehr wert. Außerdem sind zwei Börsennotierungen eher hinderlich, das ist eine rationale Vereinfachung.

Sind Sie mit der Arbeit der neuen Regierung zufrieden?

Die Regierung ist noch in der 100-Tage-Phase, zumindest solange sollte man ihr Zeit geben, bevor man urteilt. Das Programm klingt gut, wir warten auf die Umsetzung. Wir haben noch ein paar Landtagswahlen, die die 100 Tage mitbeeinflussen können, aber ich bin optimistisch, dass wichtige Dinge, wie Arbeitszeitflexibilisierung, geschehen werden.

Die Gewerkschaft befürchtet bei der Arbeitszeitflexibilisierung Missbrauch.

Das ist Unsinn. Wir bauen ja schon Werkssiedlungen für unsere Mitarbeiter und schaffen ein möglichst ideales Umfeld. Wer will, kann sich heute seinen Job aussuchen und Forderungen stellen. Die nächste Generation will flexibel arbeiten, der Missbrauch ist eine Falscheinschätzung der Gewerkschaft. Mehr als zehn Stunden pro Tag kann man ohnehin nicht konzentriert arbeiten. Der Rennsport findet von Donnerstag bis Sonntag statt, da heißt es "Win on Sunday, sell on Monday".

Aber die Freiwilligkeit bei längeren Arbeitszeiten lässt sich schwer kontrollieren.

Durch die Digitalisierung kann man überall arbeiten, die Leute wollen das. Sie gehen zu attraktiven Arbeitgebern mit attraktiven Rahmenbedingungen, und das benötigt moderne Arbeitszeitgesetze. Die Kritik ist fast schon kommunistisch. Nur erfolgreiche Unternehmen schaffen Arbeitsplätze, produzieren Steuern und sorgen für Wohlstand. Die Politik ist für die Rahmenbedingungen zuständig. Die meisten Leute auf der Straße glauben immer noch, dass der Staat die Arbeitsplätze schafft.

Im vergangenen Nationalratswahlkampf wurde ihr Steuerakt offengelegt, Sie haben danach über rechtliche Schritte nachgedacht. Kommen diese?

Wir haben rechtliche Schritte eingebracht, mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Die SPÖ warf ihnen Steuervermeidung vor, Steuerexperten nennen es Stundung.

Das ist eine Lösung, durch die all mein Einkommen im Unternehmen bleibt. Das ist für Investitionen und Wachstum, ich entnehme nichts. Eine gute Eigenkapitalquote ist die Grundlage für Wachstum. Sollte ich etwas entnehmen, muss ich es versteuern. Es ist schizophren, dass ich rechtfertigen muss, dass ich Geld in die Firma einbringe.

Auch ihre Spende an die ÖVP in Höhe von 400.000 Euro wurde kritisiert.

Die 400.000-Euro-Spende basierte auf Crowdfunding-Aktivitäten. Es war mein Angebot, das, was reinkommt, zu verdoppeln. Das war ein transparenter und offener Prozess.

Wie weit darf die Wirtschaft aus Ihrer Sicht auf die Politik Einfluss nehmen?

Wir haben bereits gesagt, was dem Standort Österreich fehlt und haben die Hoffnung, dass Kurz das richtig umsetzen wird. Er hat gezeigt, dass er politisches Talent hat. Das ist die Generation, die das Land einmal führen muss. Es ist erfrischend zu sehen, dass sie Verantwortung in jungen Jahren übernimmt. Gehen sie ins Ausland und hören sie sich an, wie dort seine Reputation ist.

Im Ausland hört man aber auch Kritik über den Juniorpartner FPÖ, der unter anderem mit der Aussagen von Innenminister Herbert Kickl, Flüchtlinge zu "konzentrieren" oder NS-Liederbüchern negativ auffällt. Bereitet Ihnen das nicht Kopfschmerzen?

Die FPÖ ist eine demokratisch gewählte Partei. Kurz hat gesagt, dass er an Taten und Ergebnissen gemessen werden will. Das muss man der FPÖ auch zugestehen.

 

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SBB Cargo will Hunderte Stellen streichen

Der Verwaltungsapparat sei zu gross und die Effizienz zu gering, sagt der Chef von SBB Cargo. Über 700 Stellen werden darum wegfallen.
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tagesanzeiger

Banken: Lettische Bank ist pleite

Lettlands drittgrösste Bank ABLV steht nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) vor dem Zusammenbruch. Daher wird sie abgewickelt.
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blick

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